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Artemisien-Garten

Artemisia ludoviciana und Artemisia canescens

Erfrischend-zitronenartiger, aromatischer Duft im Sommer wie im Winter - Die Eberraute darf in keinem Duftgarten fehlen.

Artemisia vulgarisDie Ableitung des Gattungsnamens Artemisia ist nicht eindeutig. Die Pflanze kann den Namen der griechischen Göttin der Pflanzen/freien Natur und der Jagd bekommen haben, weil Artemis auch bei Frauenkrankheiten angerufen wurde und unter anderem Beifuss (Artemisia vulgaris) als ein Mittel gegen dieses Leiden galt. Sie kann nach der Königin Artemisia, Gattin des Mausolos von Halikarnassos, genannt sein, welche die Heilkräfte der Pflanzen besonders bekannt gemacht haben soll. Und ihr Name kann vom griechischen artemes = frisch, gesund, kommen.

 

Artemisia abrotanum

Jedenfalls ist die Heilkraft und der aromatisch-herbe Duft mancher Arten schon seit dem Altertum bekannt und beschrieben. 

Die etwa 200-300 Beifuß-/Artemisien-Arten sind in den nördlichen, gemäßigten europäischen, asiatischen und amerikanischen Gebieten, im Westen von Südamerika und in Südafrika verbreitet. Es sind Anuelle (einjährige) Stauden und Halbsträucher von mannigfacher Tracht. 
Alle Artemisien wirken durch ihr Laub.
Durch den Flor (Blüte) wirken nur Artemisia lactiflora und Artemisia valesiaca.

Die anuellen Stauden werden grün und passen als Blickpunkte und Verbindungen in große Blumenbeete mit lebhaft farbig blühenden Arten.
Die niederen Arten eignen sich für den Steingarten, auf Mauerkronen, als Bodendecker oder Fugenfüller oder im Alpinengarten. Sie wirken erst, wenn sich ihr Laub im Laufe des Sommers vollständig entwickelt hat. 

ArtemisienDie mittelhoch aufwachsenden, silbrig-weiß belaubten Arten und Sorten eignen sich hervorragend zum Einstreuen in Rosen und Pfingstrosen Pflanzungen, erst Recht, wenn man an das spätere Schneiden von Blumensträußen denkt. In dunkel wirkenden Gartenecken, sei es wegen der dunkelgrünen Blätter der bereits gesetzten Stauden, der abschüssigen Lage oder eines leicht Schatten werfenden Baumes sind diese Artemisien ein Licht- und Luftbringer wie keine andere Art. 
Die hohen Arten eignen sich für Steppengärten und passen zwischen flächig gepflanzte, niedrige Stauden und Gräser. Ebenso eignen sie sich als Begleitpflanzen zu Strauchrosen und Sträuchern aller Art, da sie die Bereitschaft zum Territorium behaupten und teilen mitbringen.

Artemisia ludoviciana
Artemisien lieben im Allgemeinen durchlässigen, kalkig-sandigen Boden in voller Sonne. Auch mit Kiesbeeten kommen einige Arten, z. B. die aus Nordamerika stammende Artemisia cana, Artemisia ludoviciana und Artemisia tridentata zurecht.

 

 

 

Unproblematische Arten in Deutschland und auch in unserem Schaugarten zu finden, sind: Artemsien-Ecke

Artemisia vulgaris: mit Sorten wie z.B. der wunderschön leuchtenden „Oriental Limelight“, Blätter „Bei-Fuß“ gelegt verhindern das Ermüden dergleichen.

Artemisia ludoviciana
: genial in Sträußen und zur Auflockerung von Staudenbeeten, außerdem wichtigste Heilpflanze der Ureinwohner Nordamerikas.

Artemisia pontica
: eine Steppen- und Heilpflanze, die auch am Mägdeberg im Hegau gefunden werden kann (Burggartenflüchtling).

Artemisia abrotanum
: wohlriechende Dufthecken kann man mit dieser Heilpflanze anlegen, ihre Asche mit altem Salatöl vermischt soll beim Auftragen auf kahl gewordene Hautstellen den Haarwuchs fördern, einfacher dürfte die Anwendung als Desodorant bei der Zugabe zur Wäsche sein. 

Artemisia abrotanum var. arborescens: die Baumeberraute wird schnell bis zu 2,50 m hoch, kann als Heilpflanze gegen Würmer und Motten genommen werden.

Artemisia dracunculus var. sativa: der feine, leckere, französische Estragon. Achtung! nicht den russischen versehentlich nehmen, er schmeckt wie Gras und versamt sich gerne; Estragon wurde als Heilmittel gegen giftige Bisse und Stiche verwendet (draco=Drache, Schlange).

Artemisia absinthium: es heißt, der Wermut würde durch Wurzelausscheidungen alle Nachbarn auf Abstand halten, Jürgen Dahl konnte nach seinen Beobachtungen dies nicht bestätigen; extrem bitter ist er auf jeden Fall, magenstärkend, treibt Würmer aus; im Herbst sollten die Samenstände belassen werden, denn wenn -wie häufig- die Mutterpflanze nicht überlebt, gibt es genug Sämlinge-
Artemisia cana – der Räucherwermut der Desertregionen Nordamerikas, z. B. kräftig wuchernd in den Alabama Hills in der High Sierra, liebt zwar auch einen durchlässigen Boden, ist aber zuverlässig winterhart, wenn er sich einmal etabliert hat; er hat von allen nordamerikanischen 
Artemisien das kräftigste Aroma-
Artemisia stelleriana – hält einige Jahre am selben Standort aus und bildet wunderschöne Beeteinfassungen oder ornamentale silberweiße Flächen, bis ihm ein Winter nicht gefällt und er neu aufgepflanzt werden muß-

Artemisia assoana und Artemisia schmidtiana nana, sowie Artemisia glacialis: sie wollen einen wirklich sonnigen Platz, Winternässe bekommt ihnen nicht.

Zuletzt noch die einjährige Artemisia annua: als Malariamittel seit über 2000 Jahren in Asien in Gebrauch; Einführungen in Afrika haben Teilen der mittellosen Landbevölkerung geholfen, die Krankheit zu bekämpfen; verbreitet sich im Garten rasend und taucht – einmal versamt – auch nach Jahren immer wieder neu auf, trotzdem ist sie hübsch und prächtig.