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Das Schwärmen der Honigbienen

Bienen

Wenn die Bienen schwärmen

Für den Imker gibt es, wie beim Gärtner, auch eine Hochsaison: Im März und April beginnt das Wachsen draußen, die Bäume, Sträucher und Stauden schieben ihre Triebe in den Frühling- und die ersten Blüten zeigen sich. Spätestens bei der Kirsch- oder Schlehenblüte und der Wiese voller gelber Löwenzahnköpfe sind die Bienen aus dem Häuschen. Die Brut im Bienenstock ist in vollem Gange, die Königin legt fleißig beim kreisenden Abgehen der Waben ihre Eier in die saubergeputzten Zellen. Ist es über 10 °C warm fliegen die Bienen voller Eifer hin und her, plumpsen beim Anflug auf ihren Bienenstock schwer beladen mit Nektar auf das Flugbrett um gleich drauf im Dunkel des Stockes zu verschwinden und ihre Fracht abzuliefern. Der Nektar wird jenseits des Brutnestes eingelagert und liegt wie ein Kranz zur sicheren Versorgung um die Brut. Jetzt legt also die Königin weiter ihre Eier ab, die Arbeiterinnen bringen bei gutem Wetter und Blütenreichtum viel Nektar. Irgendwann kommt es zu Platzmangel - da hilft nur eins: Schwärmen!

Die Arbeiterinnen legen Königinnenzellen an. Diese liegen nicht waagerecht wie die Zellen für die normale Brut in der Wabe, sondern hängen senkrecht in der Wabe oder befinden sich unten an den Rahmen, wo genügend Platz ist für solch eine extralange Zelle. Irgendwann legt die Königin ein Eier in diese Zellen. Letztendlich bedeutet das, dass sie in absehbarer Zeit ihr zuhause verlassen wird.

Das Ei in der Königin (=Weiselzelle) ist das gleiche wie in allen anderen Zellen. Aber die Form der Zelle ist eine andere, und auch das Futter, das in diese Zelle gegeben wird. Es ist das berühmte Gelee Royale, das eine größere, längere Biene heranwachsen lässt. Bevor eine neue Königin schlüpft, ist es Zeit für die alte den Stock zu verlassen.

Oft wuseln die Bienen schon ein paar Tage vor dem Flugloch umher. Sie laufen vor und zurück, nach rechts und links, wie wenn sie Witterung aufgenommen haben von etwas, was da kommt. Und dann kommt der Zeitpunkt, an dem die Bienen starten und die Königin mit einigen hundert bis tausend Bienen auszieht.

Sie fliegen im Abstand zueinander und scheinen zu kreisen, vier, fünf oder auch zehn Meter Durchmesser kann der Schwarm dabei noch haben. Erhebt sich der Schwarm nicht gleich in Schwindel erregende Höhen und braust davon, so lässt er sich zunächst an einem Ast oder Gestrüpp nieder und sammelt sich, es bildet sich eine Bienentraube. Jetzt kann der Imker herbeieilen und versuchen, den Schwarm, aus dem einmal ein kräftiges Volk werden kann, einzufangen. Schnell mit Wasser besprüht erhebt er sich hoffentlich nicht gleich um weiterzufliegen. Eine Kiste oder ein Karton, perfekter Weise ein Schwarmfangkorb wird herbeigeholt und unter die Traube gehalten. Ein kräftiger Schlag auf den Ast- bei stammdicken Ästen eher das Abfegen- befördert die Bienen in den Korb. Der wird unter dem Sammelort aufgestellt und man kann nur hoffen, dass die restlichen Bienen noch einziehen - ja, wenn die Königin darin ist. Wenn nicht, dann werden sie bald wieder ausziehen. Die Theorie, dass Schwärme sich immer am gleichen Ort sammeln, kann hier im Duftgarten dieses Jahr nicht bestätigt werden. Einem gefiel der hohe Apfelbaum, einem anderen der kleine Rosenstrauch namens „Miranda“, einer sammelte sich im unübersichtlichen Geäst der Duftheckenkirsche.

Wer Gärtner und Imker ist, braucht zur Schwarmzeit einen gutmütigen Chef der weiß, dass die Arbeiten, die während des Bemühens, den Schwarm dingfest zu machen liegengeblieben sind, eben später nachgeholt werden (einmal hat er freundlicher Weise sogar die lange Leiter bei einem Aufstieg mit einem Karton unter dem Arm gehalten). Und einen Kollegen oder eine mutige Kollegin, die das Schwärmen, weil sie in der Nähe der Kästen arbeitet, bemerkt und wieder einmal ruft: Birgit, Deine Bienen!!! Danke!!! Drei Schwärme konnten daraufhin einlogiert werden.

Pflanzen (Bienenweiden)  aus unsrerem Sortiment, die als Nahrungsquelle dienen:

- Bienenbaum (Euodia hupehensis)

- Becherpflanze (Silphium perfoliatum)

- Ysop (Hyssopus off. mit Sorten)

- Lavendel (Lavandula) wie auch fast alle anderen Lippenblütler

- Seidenpflanzen (Asclepias)

Pflanzenpakete:

- Staudenpaket für Bienen

- Schmetterlings-und Bienenparadies

Samenmischungen:

Mischung 12: Wildblumen für Wildbienen, Wildblumenwiese

Mischung 13: Wildblumen für Wildbienen, Wildblumenwiese

Die blumenreichen Wildblumenmischungen wie unsere Universalmischung (M6) oder unsere Trespen- Halbtrockenrasenmischungen (M3) haben einen hohen Kräuteranteil und bieten Bienen reichlich Nektar und Pollen. So sind z.B. Sonnenröschen (Helianthemum nummularium), Knautie und Skabiose oder auch der Feldthymian und Dost (Oregano) äußerst wertvolle Bienen-Futterpflanzen.

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