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Aussaat- und Pflegeanleitung

Vom Umgang mit Blumenwiesenmischungen

So wird´s gemacht

Für den Erfolg einer Blumenwieseneinsaat sind einige Maßnahmen von großer Bedeutung. Mit unserer jahrzehntelangen Erfahrung können wir Ihnen folgende Punkte nur wärmstens empfehlen. Die meisten Fehler werden bei der Ansaat und der Pflege gemacht.

Bodenbearbeitung

Der Boden sollte vorher gepflügt und geeggt oder gefräst worden sein. Eine feinkrümelige Struktur ist anzustreben.

Das Saatbeet muss frei von Löwenzahnwurzel, Quecke, Winde, Weißklee und Disteln sein. Bei vermutetem hohen Unkräuterdruck die Unkräuter keimen lassen und entfernen. Danach kann eingesät werden.

Aussaatmenge

Es handelt sich um kleine Aussaatmengen. Für Ungeübte sei empfohlen eine Fläche von 10 qm oder 100 qm abzustecken und eine entsprechende Menge darauf auszubringen. Das Saatgut kann zur besseren Aussaat auch mit Sand, Sägemehl oder Sojaschrot gestreckt werden. Zusatz von Gräsermischungen sind zu vermeiden, da sie unnötige Konkurrenz schaffen und den Keimerfolg mindern.

Aussaatzeitpunkt

Prinzipiell kann zwischen März und Oktober ausgesät werden.

Das frühe Frühjahr bzw. der Herbst eignen sich nach unseren Erfahrungen am besten. Im Hausgartenbereich kann natürlich auch im Sommer ausgesät werden, wenn gewährleistet ist, daß die Flächen bis zur Keimung ständig feucht gehalten werden können.

Nach der Aussaat

Nach der Aussaat sind die Flächen zu walzen, bei kleineren Flächen behilft man sich mit einem Brett.

Pflege der Blumenwiese

Die Pflege während der ersten beiden Jahre entscheidet wesentlich über den Fortbestand einer dauerhaften, blütenreichen Blumenwiese. Wichtig!: In der Regel befinden sich im Boden sehr viele unerwünschte Wildkräuter und Grassamen, die nun natürlich auch keimen. Oft sind die Flächen z.B. mit Gänsefuß (Chenopodium album), Greiskraut (Senecio vulgaris), Gänsedistel (Sonchus arvensis), Ackerfuchsschwanz (Amaratanthus spec.) oder Gelbem Senf (Sinapsis arvensis) o.ä. Arten verunkrautet. Um deren Konkurrenz nicht zu groß werden zu lassen, empfehlen wir einen ersten Schnitt etwa 8-10 Wochen nach der Aussaat. Dies hat keinerlei Auswirkungen auf die zwischenzeitlich erstarkten Rosetten der mehrjährigen Blumenwiesenarten.

Im zweiten Standjahr sind diese Problemkräuter ohnehin nicht mehr vorhanden.

Bei Aussaat im Frühjahr sind deshalb je nach Wüchsigkeit 2 bis 3 Pflegeschnitte notwendig. Im 2. und 3. Jahr nach der Aussaat werden 2 Schnitte pro Jahr ausreichen. Für unsere Säume-Mischungen reicht dann ein jährlicher Schnitt.

Auf Düngung ist auf allen Aussaatflächen zu verzichten.

Zum richtigen Zeitpunkt mähen

Die meisten Fehler werden beim Verpassen des richtigen Mähzeitpunktes gemacht. Da die Wiese Ende Mai/Mitte Juni noch wunderschön blüht, mähen die meisten Leute die Wiese erst dann, wenn sie total verblüht ist.

Das ist jedoch das Problem!

An nährstoffreichen Standorten wird der Bestand 80-100cm hoch. Dies bedeutet für niedrige Rosetten von z.B. Margeriten, Karthäusernelken und vielen mehr, eine monatelange Beschattung im bodennahen Bereich. Sie verschwinden aus Lichtmangel. Eine späte Mahd bedeutet aber auch, dass Gräser sich überproportional vermehren und zusätzliche Konkurrenz für lichthungrige Blumen darstellen.

Der richtige Zeitpunkt für den 1. Mähtermin ist die 1. oder 2. Juniwoche je nach Vegetationsentwicklung. Mähgut trocknen lassen und abräumen. Nach 4-6 Wochen erfolgt eine 2. Blüte.

Der Zeitpunkt der 2. Mahd liegt Ende August/Mitte September. Mähgut trocknen lassen und abräumen. Beim Trocknen fallen viele Samen aus und können keimen.

Also, wenn´s auch schwer fällt. Bitte zum richtigen Zeitpunkt mähen.

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