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Lilium regale - Königslilie

Die Königslilie, in Westchina (West-Szechwan) beheimatet und 1903 nach England eingeführt, hat wegen ihrer vielseitigen Verwendbarkeit, bei größter Anspruchslosigkeit, Ausdauer und Winterhärte schnelle Verbreitung gefunden.Ein besonderer Vorteil dieser Art ist die Möglichkeit, blühfähige Zwiebeln in kurzer Zeit aus Samen anziehen zu können. Bereits ein Teil der einjährigen Zwiebeln blüht; doch verwenden wir in der Regel für die Pflanzung zu Schnittzwecken im Freiland und für die Topfkultur starke, dreijährige Zwiebeln, die dann bis 1,5 m hohe Blütenschäfte mit 6 bis 10 und noch mehr Blumen bringen.
Die stark duftenden weißen Blumen sind trichterförmig, ziemlich weit geöffnet und bis zu 15 cm lang; sie weisen gewisse Ähnlichkeit mit denen des L. longiflóruna auf. Eine leichte purpurne Tönung auf der Rückseite der Blumenblätter beeinträchtigt die Schönheit dieser prächtigen Lilienart. Durch Einkreuzung anderer Lilienarten gelang es, diese Eigenschaft auszuschalten (siehe Sulphurgale-Hybriden). Die Zwiebeln der Königslilie, die einen Durchmesser von 15 cm und eine Höhe von 12 bis 15 cm erreichen, fallen durch die dunkelweinrote Färbung auf. Sie bilden kräftige, mehrjährige Wurzeln . am Zwiebelboden. Auch an dem verhältnismäßig dünnen, aber kräftigen Stengel entstehen Wurzeln.
Die Vermehrung des L. regale ist durch selbständiges Teilen der Zwiebeln und durch Brutzwiebeln möglich, die sich reichlich am Stengel rund bilden. Die Brutzwiebeln sind in der Regel widerstandsfähiger als die jungen Teilzwiebeln. Der reiche Samenansatz und das verhältnismäßig schnelle Heranwachsen von Sämlingen zur Blühfähigkeit ließen die Vermehrung durch Aussaat größte Bedeutung gewinnen. Ausgesät wird im` Januar/Februar durch Auslegen des Samens in 3 cm Abstand in Saatschalen mit Torfmull-Sand-Gemisch. Bei Aufstellung der Aussaatgefäße im mäßig warmen Haus (etwa 15 °C, nicht über 20 °C) laufen die Samen etwa 3 Wochen nach der Aussaat vollzählig und ziemlich gleichmäßig auf. Nach dem Pikieren in Handkästen mit sandiger Mistbeet- erde finden diese im kalten Frühbeetkasten Aufstellung; es kann auch direkt in den Frühbeetgrund auf einer Mistpackung in 8 bis 10 cm Tiefe pikiert werden. Die Sämlinge sind den Sommer über unter Glas zu halten, damit sie sich schneller entwickeln. Die Jungzwiebeln können im Herbst aufgenommen werden und sind in Torfmull zu überwintern, um sie dann nach Größen sortiert im Frühjahr auf Freilandbeete mit lockerer, durch Zusatz von verrottetem Dung verbesserter Erde auszupflanzen. Dieses Auspflanzen der jungen Anzucht darf bei uns aber nicht vor Ende Mai vorgenommen werden, um Ausfälle durch Spätfröste zu vermeiden. Bereits einjährige Zwiebeln zeigen Blühneigung, die aber im ersten und zweiten Kulturjahr durch rechtzeitiges Abschneiden der Blühtriebe unterdrückt wird, um eine kräftigere Blüte bei der Topfkultur zu erzielen, zu der dreijährige Zwiebeln verwendet werden.

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