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Intersektionelle Hybriden

Die Gruppe der Intersektionellen Hybriden (Pfingstrosen / Päonien) entstand in den 50er Jahren.
Damals gelang es dem Japaner Itoh erfolgreich, Strauchpfingstrosen aus der Gruppe der Lutea Hybriden (Sorte „Alice Harding“) mit Staudenpfingstrosen der Lactiflora Gruppe (Sorte „Kakoden") zu kreuzen. Hieraus entstanden 5 Kultivare, die sogenannten Itoh-Hybriden (Intersektionelle Hybriden): hellgelbe, halbgefüllte Blüten mit rotem Basalfleck.
Yellow Crown, Yellow Dream, Yellow Emperor, Yellow Gem, Yellow Heaven
Diese Hybriden verhalten sich im Wuchs wie ihr mütterlicher, staudiger Anteil, d.h. der oberirdische Teil stirbt im Winter fast vollständig ab. Dies ist jedoch sortenbedingt sehr verschieden, da in milden Wintern einige oberirdische Knospen vital bleiben können. Beim Laub, das bei den Intersektionellen Hybriden kaum vom Laub der Strauchpfingstrosen der Lutea-Gruppe zu unterscheiden ist, sowie bei den großen Blüten schlägt wohl eher der väterliche Anteil der Strauchpfingstrose durch. Der Nachteil der Intersektionellen Hybriden, die Blüten meist unter dem Laub zu tragen, wurde bei späteren Kreuzungen von Hollingworth und Anderson in den 80er und 90er Jahren erfolgreich herausgezüchtet. Die Blüten der neuen Hybriden stehen frei auf kräftigen Stielen, die auch bei starkem Regen nicht umknicken. Mittlerweile gibt es eine Palette von ca. 40 Sorten mit allen erdenklichen Farbkombinationen für jeden Geschmack. Der Wuchs der Intersektionellen Hybriden ist kompakt und kugelförmig, mit dunkelgrünem gesundem Laub. Die Pflanzen sind bei uns völlig winterhart, wobei manche Sorten remontieren, sogar wenn sie direkt nach der Blüte vollständig zurückgeschnitten werden. Im Gegensatz zu den staudigen Sorten der Lactiflora-Gruppe ist die Blütezeit deutlich länger, und neben vollerblühten Blüten sind stets auch immer neue Knospen zu finden. Die Intersektionellen Hybriden sind weltweit sehr begehrt, welches sich nicht zuletzt in ihrem Preis äußert. Wegen ihres Wuchses und ihrer Schönheit sind sie eine Zierde für jeden Garten. Die Pflege erfolgt wie bei den anderen staudigen Sorten. Zur Vorsorge gegen Pilzkrankheiten wird das abgestorbene Laub im Winter entfernt. Gegen den bei Päonien oft gefürchteten Grauschimmelpilz (Botrytis) sind die Intersektionellen Sorten besonders robust und weit weniger anfällig als Strauchpfingstrosen der Suffruticosa-Gruppe. Für Kompostgaben in der Vegetationsperiode im Frühjahr sind die Pflanzen dankbar. Die Blütezeit der Intersektionellen Hybriden liegt bei uns nach der Blüte der Strauchpäonien, etwa ab Mitte bis Ende Mai. Die Vermehrung erfolgt ebenfalls wie bei den staudigen Sorten durch Teilung des Wurzelstocks. Schon nach etwa 3 Jahren sind die Wurzelstöcke so gut eingewachsen, dass Blüten für die Vase geschnitten werden können, ohne die Pflanze zu schädigen. Nach der Blüte setzen die intersektionellen Pfingstrosen Samenkappen an, die jedoch keinen Samen enthalten, da die Pflanzen steril sind. Trotz dieses Mankos sollte diese neue Pfingstrosengruppe viel bekannter werden. Gründe dafür gibt es genug.

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