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Im Garten düngen

Bei trockener, frostfreier Witterung kann ca. im März alles im Garten für die beginnende Saison geordnet werden. Abgestorbene Pflanzenstängel können bis zum Grund abgeschnitten, Falllaub herausgerecht und das Totholz in Gehölzen herausgeschnitten werden. Wo Staudenhorste zuviel Platz einnehmen kann noch vorsichtig geteilt und vermehrt werden. Es ist eine noch gute Zeit, wurzelnackte Rosen und Gehölze zu setzen.

Die erste Düngergabe kann dann auch erfolgen: Kompost oder organischen Dünger wo nötig auf dem Boden verteilen und flach einarbeiten, z. B. einrechen.

In der Gärtnerei werden wir oft gefragt, woran man denn erkennt, ob Düngen nötig ist: Wenn Sie sehen, dass Pflanzen in Ihrem Garten nicht mehr schön kräftig aufwachsen, ohne dass Schädlinge oder Krankheiten sichtbar sind, dann kann der Grund in einem Mangel der Haupt-, bzw. Spurennährstoffe liegen. Anhand von Tabellen, in denen die Symptome aufgezeigt werden, kann man bestimmen, welcher Nährstoff fehlt, und diesen dann düngen. So wissen wir bei uns im Garten inzwischen, dass die Rosen gerne jedes Frühjahr einen kräftigen Nährstoffschub mögen und auch für eine zweite Gabe im Juni/Juli dankbar sind.
Die Pfingstrosen allerdings blühen ohne Unterlass seit fünf Jahren von Jahr zu Jahr üppiger auch ohne Düngergaben. Würden wir hier düngen, ohne dass Mangel sichtbar ist, könnte das aufgrund zu starken vegetativen Wachstums zu Fäulnis führen. Grundsätzlich düngen wir nach Mitte Juli im Freiland nicht mehr, da die Nährstoffe entweder nur noch unzureichend aufgenommen und sonst ausgewaschen werden, oder sie bei Aufnahme zu stärkerem Wachstum führen. Das hindert dann die Pflanze, festes, ausgereiftes Gewebe zu bilden, mit dem sie den Winter gut überstehen kann.
Die Frage nach dem „wann“ ist dann meistens „was denn?“. Mit was soll man denn düngen, es gibt ja unendlich viele Möglichkeiten?! Unterschieden werden können hier langsam und schnell wirkende Düngemittel. Mineralische Düngemittel wirken, wenn sie nicht speziell vorbehandelt sind, fast immer unmittelbar. Organische Düngemittel und auch Kompost brauchen, je nach Struktur, länger bis sie wirken, da die Substanzen erst von den Bodenlebewesen umgebaut und die Nährstoffe verfügbar gemacht werden müssen.
Wir haben sehr gute Erfahrung mit ausgereiftem Grünschnittkompost und organischen Handelsdüngern gewonnen. Bei Bedarf arbeiten wir diese 5 bis 20 cm in den Boden ein.

Als letzter Ratschlag für den März: Die Sonne hat schon viel Kraft. Wo der Regen ausbleibt, geraten immergrüne Kräuter wie Rosmarin in Gefahr zu verdursten. Kontrollieren Sie den Boden auf seine Feuchtigkeit hin und gießen Sie wenn nötig.

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