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Geschmackvolle Tomaten selber ziehen

Tomaten

Wenn sich Ihnen die Vielfalt des Tomatengeschmacks erschließen soll, kommen Sie nicht umhin, sich den hunderten von alten Sorten zu widmen, die weltweit ausgelesen wurden.

Leider ist diese Vielfalt kaum zu erfahren, wenn man auf die in Supermärkten angebotene Longliefe-Sorten zurückgreift. Hier zählen andere Kriterien. Die Tomate muss wegen der weiten Transportwege eine feste Schale haben. Sie muss lange haltbar sein und am Stauch lange pflückreif bleiben.Das geht häufig zu Lasten des Geschmacks, der sich in dem Begriff „Holland-Tomaten“ manifestiert hatte. Diese Tomaten schmeckten wässrig und fade.

Die Freude eigene Tomaten zu ernten ist gar nicht so schwer zu erreichen.

Wenn Sie beim Samenkorn anfangen wollen ist es jetzt fast schon zu spät für dieses Jahr.

Greifen Sie zurück auf die vielen Frühjahrsmärkte, Tauschmärkte oder auf das Angebot Ihres Kräutergärtners.

Hier können Sie Jungpflanzen erstehen, die sich den Sommer lang noch kräftig entwickeln können und viele süße Früchte erwarten lassen.

Wenn Sie einen eigenen Garten haben, sind geschützte Stellen in der Nähe der Südwand eines Hauses zu bevorzugen. Ein kleines Gewächshaus wäre ideal. Aber eine Überdeckung der Tomatenpflanzen mit einem Gestell aus Dachlatten und Plastikfolie tut es auch.

Die wichtigsten Arbeiten sind das Stäben, d. h. das Anbinden des Haupttriebes an einen Holzstab und das Ausgeizen der Seitentriebe entlang des Haupttriebes. Damit der Wurzelbereich nicht beschädigt wird, setzt man die Pfähle schon vor dem Pflanzen.

Man erkennt die Seitentriebe sehr leicht und schneidet oder knipst sie mit den Fingern so früh wie möglich aus, weil größere Seitentriebe viel Kraft kosten und den Haupttrieb schwächen.

Haben Sie keinen Garten, so gelingen Tomaten sehr gut in einem großen Topf von ca. 40 – 50 cm Durchmesser der mit käuflicher Topferde befüllt wurde. Auch hier darf der Stab zum Anbinden des Haupttriebes nicht fehlen. Man kann sich auch auf kleinere Sorten, wie „Balkonzauber“ oder „Kremser Perle“ beschränken, da hier ein Stäben nicht notwendig ist.

Das Ausgeizen muss bis in den August fortgeführt werden. Mitte August werden die Spitzen der Haupttriebe abgeschnitten, da die oberen Tomaten dann nicht mehr ausreifen würden.

Ab Juli sollte dann auch mit organischen Düngern, wie z. B. Hornmehl oder falls vorhanden Brennesseljauche nachgedüngt werden.

Eine große Blattmasse ist für die Entwicklung der Früchte unentbehrlich. Die ältesten unteren Blätter schneidet man deshalb nur dann ab, wenn sie fleckig oder braun werden.

Der Geschmack einer Tomate, der vom Süße-Säure Verhältnis geprägt ist, hängt nicht nur von der Sorte ab. Gute Besonnung und reichlich Nährstoffe sind ebenso wichtig. Das Süß/Säure-Verhältnis wird nicht von allen Mitmenschen gleich empfunden, weshalb der Geschmack einer Sorte eher subjektiv zu bewerten ist.

Unsere eigenen Bonitierungen in der Gärtnerei führten keineswegs zu einer einheitlichen Bewertung wobei „Schwarze von der Krim“, „Berner Rose“, „Zuckertomate“ und „Green Zebra“ zu unseren Favoriten zählten.

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