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Duftstoffe im Wandel der Geschichte

Feine Duftstoffe begleiten die Menschen seit Urgedenken. Ägyptische Wandmalereien, Reliefe und Hieroglyphen-Übersetzungen bekunden die damalige hohe Wertschätzung edler Düfte.Um die Götter gnädig zu stimmen, verbrannte man große Mengen duftender Hölzer und Harze. Im Gilgamesch-Epos, der ältesten erhaltenen Dichtung aus der Zeit ca. 3000 v. Chr., wird berichtet, dass Zedernholz und Myrrhe duftend gen Himmel geschickt wurden. Diese Rauchopfer bot man den Göttern als Dank für die wundervolle Rettung aus den gewaltigen Wassermassen der Sintflut.Von hohem symbolischem Wert sind die Geschenke, die dem kleinen Jesus von den drei Königen aus dem Morgenland dargereicht wurden: Weihrauch, Gold und Myrrhe.Vom exklusiven Gebrauch für Opferrituale oder Gottesdiensten und vom Gebrauch bei Königs- oder bei Totensalbungen fanden bald auch breitere Schichten Wohlgefallen an erlesenen pflanzlichen Düften. „Ein Tag ohne Wohlgeruch“ war nicht nur bei den Pharaonen ein verlorener Tag. Griechen, Römer, Araber und schließlich auch die Europäer feierten Epochen intensivster Duftbetonung voller Sinnesfreude.Freilich gab es gleichermaßen „duftneutrale“, sittenstrenge Zeiten, die allen Wohlgerüchen abgeneigt schienen, und in denen manchen Sittenwächtern oft nichts Besseres gelang, als schöne Düfte mit dem Hauch der Sünde zu verdammen. Nach Jahrhunderten der mittelalterlichen Duftenthaltung ist es vielleicht kein Zufall gewesen, dass gerade Italien und Frankreich zu den glühendsten Abnehmern edler Essenzen wurden. Etwa seit Anfang des 16. Jahrhunderts entwickelte sich in dem kleinen Städtchen Grasse, im Süden von Frankreich, der intensive Anbau und die Verarbeitung von Duftpflanzen. Heute wird Grasse als Weltzentrum der Parfümindustrie bezeichnet. In Besuch der Duftküche Europas kommt dann auch einem Geschichtsgang gleich, voll Wohlgeruch, Gefühl und Phantasie.

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