Die ersten Darwin-Tulpen entstanden bei dem französischen Züchter Jules Lenglart, Lille, aus englischen Spättulpen.
Die weitere Züchtung übernahm die Firma E. H. Krelage, Haarlem, die sie zuerst im Jahre 1886 ausstellte. Schnell fanden die Sorten dieser nach Charles Darwin benannten Klasse Verbreitung als geschätzte Schnittblumen. Ihr besonderer Wert zu Schnittzwecken liegt in dem langen, starken Stiel, der eine große Blume mit breiten abgerundeten Blumenblättern aufrecht trägt. Die edel geformten Blumen des sehr reichhaltigen Sortiments weisen rote, rosa, bläulichviolette bis braunschwarze, neuerdings auch weiße und gelbe Farben auf. Für den Verkauf als Topfblumen sind Darwin-Tulpen reichlich hoch.
Im Freiland blühen die Darwin-Tulpen etwa Mitte Mai. Im Allgemeinen eignet sich diese "Klasse für die Treiberei zum Schnitt im Februar bis Anfang März, jedoch kann man die frühesten Sorten schon Ende Dezember/ Anfang Januar blühend haben, wenn gekühlte Zwiebeln Verwendung finden. Diese sind im Herbst in Handkästen zu pflanzen, die zu ausreichender Bewurzelung gebracht und dann entsprechend dem frühestmöglichen Treibbeginn der verschiedenen Sorten im Warmhaus aufgestellt werden. Bei der frühen Treiberei bis Mitte Januar stellt man die Darwin-Tulpen (mit Ausnahme der gekühlten Zwiebeln) erst ans Licht, wenn der Trieb eine Länge von etwa 15 cm erreicht hat, da sie für den Schnitt sonst zu kurz bleiben. Die anfänglich hohen Temperaturen von 20 bis 25 °C werden nach dem Knospenaustrieb auf 16 bis 18 °C und vor dem Schnitt auf 12 bis 15 °C gesenkt.