Strauchpäonien bilden im Laufe der Zeit ausdauernde verholzende Sträucher, die bis zu 2m hoch und breit werden können (Paeonia rockii-
Hybriden). Sie blühen Mitte/Ende Mai, das Laub wird im Winter abgeworfen.
Sortenechte Vermehrung gelingt nur über die Methode der Veredelung.
Man unterscheidet folgende
Arten:
Paeonia decomposita
Paeonia delavayi var. delavayi (gelb)
Paeonia delavayi var. delavayi (schwarz-rot) Paeonia delavayi var. delavayi (orange)
Paeonia delavayi var. angustiloba f. trollioides
Paeonia osti (als Kultivar Fen Dan Bai im Handel) Paeonia jishanensis
Paeonia ludlowii
Paeonia qiui (selten, kleinwüchsig)
Paeonia rockii-
Hybriden Paeonia suffruticosa (Kultivare aus Kreuzungen aus Paeonia rockii, Paeonia osti und Paeonia jishanensis)
Paeonia lutea
Hybriden (Kreuzungen aus Paeonia suffruticosa und Paeonia delavayi-Formen.
Aussaaten von
Strauchpäonien führen zu Zufallssämlingen, wobei man 4 – 5 Jahre warten muss, bis die Pflanze zum 1. Mal blüht. Erst dann kann man sehen, ob die Pflanze einfache oder gefüllte
Blüten besitzt und welche
Blütenfarbe sich entwickelt hat oder ob eine besonders schöne Blattfärbung entstanden ist. Ein aufregend interessantes aber zeitaufwendiges Hobby.
Strauchpäonien sollten nur mäßig gedüngt werden, da sie bei zu hohen
Düngergaben übermäßig „ins Kraut“ schießen, auf Kosten der
Blütenbildung und zudem krankheitsanfälliger werden. Eine Startdüngung beim Pflanzen mit z.B. Hornspänen ist auf alle Fälle zu begrüßen. Im folgenden Jahr sollte ganz auf eine Düngung verzichtet werden. Anschließend reicht es, wenn man jährlich eine Düngung vornimmt. Empfehlenswert sind Langzeitdünger, die über die ganze Vegetationsperiode hinweg die Nährstoffe abgeben.
Oft wird gefragt, ob Päonien regelmäßig geschnitten werden müssen. Ja und nein. Wichtig ist auf alle Fälle ein sogenannter Reinigungsschnitt, bei dem beschädigte und kranke Triebe entfernt werden. Des Weiteren kann ein Formschnitt vorgenommen werden, bei dem alle Blattknospen über den gut sichtbaren stärkeren
Blütenknospen entfernt werden, um eine unbeeinträchtigte
Blüte zu bekommen. Die
Blüte des folgenden Jahres wird durch diesen Eingriff nicht geschmälert. Indem man die Triebe möglichst auf gleicher Höhe hält und schwache Triebe entfernt, erreicht man einen harmonischen Aufbau des Päonienstrauches.
Bei älteren Pflanzen, die immer höher werden und dabei unten verkahlen empfiehlt sich ein Rück- oder Erneuerungsschnitt. Man schneidet dann auf die unteren „schlafenden“, aber noch gut sichtbaren
Augen zurück. Oft dauert es dann allerdings zwei Jahre, bis die Pflanze zu ihrer alten üppigen
Blüte zurückkehrt.
Siehe auch:
Strauchpfingstrosen